April 2013, die Rückkehr der Winterlibellen

Das Warten auf den Beginn der Libellensaison 2013 ist beendet

Winter ade oder alle Jahre wieder

Libellen im April 2013, Winterlibellen und Frühe Adonislibellen ……

Hallo meine lieben Libellenfreundinnen und Libellenfreunde,

wie in den vergangenen Jahren werde ich euch auch im Frühjahr 2013 über die in den Monaten April und Mai, dann bereits schlüpfenden Libellen-Arten informieren. Dazu hoffe ich natürlich wieder auf eure rege Beteiligung. Bitte meldet mir per Mail die Libellenarten, welche ihr in diesem Jahr erstmalig beobachten konntet und hier weiter unten in diesem Artikels noch nicht aufgelistet sind. Schaut bitte immer wieder mal vorbei, der Beitrag wird von April bis Mai 2013 ständig aktualisiert und im Juni leider nicht mehr, da die meisten Arten bis dahin geschlüpft sein sollten.

Den frisch hinzu gewonnenen Libellenfreund(inn)en möchte ich nicht vorenthalten, dass es tatsächlich Libellen gibt, die nicht, wie bei allen anderen Libellen-Gattungen sonst üblich, als Ei oder Larve überwintern. Die Winterlibellen schlüpfen bereits im Juli/August des Vorjahres und beziehen als flügfähiges Insekt während des Winters, oftmals mehrere Kilometer vom Schlupfgewässer entfernt, vom Wind geschützte Quartiere. In Mitteleuropa haben wir es mit 2 Winterlibellen-Arten der Gattung Sympecma (Winterlibelle), aus der Familie der Teichjungfern (Lestidae) zu tun, die da wären die Gemeine Winterlibelle und die sehr seltene Sibirische Winterlibelle.

In diesem Jahr sind die Libellen aufgrund des langen Winters etwas später dran, Weiterlesen

Ein riskanter Schlupf

Eine Kleine Zangenlibelle (Onychogomphus forcipatus) schlüpft

 

In Brandenburg ist vieles anders!

 

Hallo liebe Naturfreunde,
heute möchte ich im LibellenWissen-Blog einmal von einem etwas kuriosen Libellenschlupf berichten, den wir am Sonntag den 1. Juli 2012, gemeinsam mit meinem regelmässigen Exkursionspartner Bernd Cegielka, beobachten und dokumentieren konnten.

Ein Weibchen Onychogomphus forcipatus (Kleine Zangenlibelle) schlüpft Weiterlesen

Libellentour im Norden Brandenburgs

Exkursionsbericht, Libellentour vom 14. Mai 2011

Hallo Natur- und Libellenfreunde,

heute möchte ich ein wenig von dem berichten, was wir am Wochenende, trotz des trüben, windigen Wetters für Libellenarten im Norden Brandenburgs finden konnte.  Am Samstag brachen mein regelmäßiger Exkursionsbegleiter und mittlerweile lieb gewonnenen Freund Bernd Cegielka und ich auf, um in der Uckermark Libellen zu kartieren. Unser Hauptinteresse galt den Moosjungfern, von denen wir in diesem Jahr bereits 4 von 5 in Deutschland vorkommenden Arten nachweisen konnten. Die 5. noch fehlende Östliche Moosjungfer dürfte jedoch in den nächsten Tagen als Larve das Wasser verlassen, sich zum letzten Mal häuten und somit das Brandenburger Moosjungfern Ensemble komplettieren.

Am Zielgewässer (See mit Schwimmblattvegetation) gegen 8:00 Uhr angekommen, konnten wir erfreulicher Weise direkt eine frisch geschlüpfte Dame namens Zierliche Moosjungfer am Uferrand, in der noch recht kargen Vegetation finden. An nahezu jedem Halm hing mindestens eine Exuvie, meist von Falkenlibellen, den Vierflecken, der Frühen Schilfjäger und allerhand Kleinlibellen, wie die der Großen Pechlibellen, Hufeisen-Azurjungfern, Fledermaus-Azurjungfern und der Großen Granataugen. Leucorrhinia caudalis Weibchen

Dann fielen uns einige Keilfleck-Mosaikjungfer auf, deren Flügel und Abdomen teilweise stark beschädigt waren. Die Tiere waren offensichtlich am Vortag geschlüpft und bei dem kühlen Wetter nicht rechtzeitig fertig geworden, bevor in der Nacht ein heftiges Unwetter über das Gebiet zog. Wir zählten insgesamt 7 völlig deformierte Individuen dieser in vielen Bundesländern doch eher seltenen Art. Mittlerweile war eine Stunde vergangen und wir hatten nunmehr 6 frische Imagines der Zierlichen Moosjungfer finden können. Wir mussten jeden Schritt mit äußerster Vorsicht tätigen, da nun langsam überall um uns herum verschiedene Larven einen Halm hinauf aus dem Wasser kletterten. Sowohl Kleinlibellen als auch Großlibellen Epitheca bimaculata mit Exuvie in einer so großen Zahl, wie wir es selbst bisher noch nicht erlebt haben. Links neben mir eine Larve vom Zweifleck, rechts neben mir eine Larve von der Zierlichen Moosjungfer, vor mir einen Larve der Kleinen Königslibelle Anax parthenope Schlupf , von den immer noch massig schlüpfenden Vierflecken, Falkenlibellen und oben genannten Kleinlibellenarten ganz zu schweigen. Leider ließ die Sonne sich kaum blicken, so dauerten die Schlupfvorgänge sehr lange an und das Licht war auch leider zu miserabel um meinem Anspruch entsprechend, gute Aufnahmen machen zu können. So blieb es dann bis 12:00 Uhr mittags nur bei zahlreichen Belegfotos. Schließlich packten wir unsere Sachen zusammen und besuchten einen Feldsoll in nur wenigen Kilometern Entfernung.

Dort angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Für uns ist es nicht mehr ungewöhnlich tausende von Kleinlibellen an einem Biotop vorzufinden. Hier jedoch standen wir vor einem relativ kleinen Loch, welches uns die Eiszeit hinterlassen hat. Bei jedem Schritt flogen mindestens 30 Kleinlibellen aus dem Gras oder dem Schilf auf. Ohne zu übertreiben konnten wir mehrere tausend Hufeisen-Azurjungfern, ca. 1000 Fledermaus-Azurjungfern, mindestens 500 Große Pechlibellen, ebenso viele Große Granataugen und ein paar frisch geschlüpfte Federlibellen beobachten.

Das Highlight allerdings war der Fund von 16 Männchen und einem Weibchen der Mond-Azurjungfer Coenagrion lunulatum_male Für uns die erste Begegnung mit dieser stark gefährdeten Kleinlibellenart, von der es in Deutschland nur wenige Fundorte gibt.

Insgesamt ein Tag, an dem wir uns wenig Hoffnung machten, besondere Beobachtungen machen zu können. Ganz nebenbei sprang direkt vor uns ein kapitaler Rothirsch aus dem Schilf, der uns zutiefst beeindruckte und eine kurze Begegnung mit einem Laubfrosch möchte ich nicht unerwähnt lassen.

Ich hoffe ihr habt nun ein wenig Lust darauf bekommen, eventuell einmal Natur pur zu genießen und Urlaub in Brandenburg zu machen.

 

Mit den besten Grüßen Andreas Th. Hein

edit: bereits 2 Tage später konnten wir die ersten Östliche Moosjungfern finden, womit nun alle 5 in Mitteleuropa vorkommenden Arten der Moosjungfern geschlüpft sind. Leucorrhinia albifrons Weibchen

Libellen – Juwelen der Lüfte

Libellenführung im südlichen Brandenburg / Teltow-Fläming

Hallo Naturfreunde, Libellenfreunde und Makro-Fotografen,

am Sonntag, den 26. Juni 2011 findet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog, unter dem Motto „Libellen – Juwelen der Lüfte“  eine von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg organisierte Exkursion statt.

Unter der Leitung von Bernd Cegielka und meiner Wenigkeit führen wir Sie durch ein wundervolles Naturschutzgebiet, welches noch vor knapp 20 Jahren intensiv von den sowjetischen Streitkräften für militärische Übungen genutzt wurde. Dabei entstanden einzigartige Lebensräume,  Rückzugsgebiete von verschiedenen seltenen, teils vom Aussterben bedrohten Arten aus Flora und Fauna.  Wir führen Sie sicher durch munitionsbefreites Gelände zu den Frankenfelder Teichen, die sich von der Struktur her recht unterschiedlich sind. Entsprechend groß ist die zu erwartende Artenvielfalt, die wir Ihnen an dem Tage näher bringen möchten. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, dürften wir rund 20 verschiedene Libellenarten aufspüren.

Die Exkursiondauer wird voraussichtlich 3,5 bis 4 Stunden betragen. Empfehlenswert sind festes Schuhwerk, Sonnenschutz sowie ausreichend Getränke.

Die Führung ist kostenlos , wir freuen uns jedoch über jede Spende 😉

26.Juni 2011, 14 Uhr !!!!! Termin ist nicht mehr aktuell! Ein Termin für 2012 steht noch nicht fest! 
Libellen – Juwelen der Lüfte
Exkursion mit Infos und Fotogelegenheiten
Leitung: Bernd Cegielka und Andreas Thomas Hein
Treffpunkt: 14943 Frankenfelde , vor der Dorfkirche,  14 Uhr, Dauer ca. 3,5 Stunden