Die Gemeine Keiljungfer ist Libelle des Jahres 2017

Ein Paradebeispiel für gelungene Naturschutzmaßnahmen, Gomphus vulgatissimus

Der BUND und die GdO haben gemeinsam die Libelle des Jahres 2017 gewählt.

Hallo meine lieben Natur- und Libellen-Freunde,

bereits zum 7. Mal seit 2011, wurde vom Fachverband der Libellenkundler Deutschlands (Gesellschaft der deutschsprachigen Odonatologen e.V.), kurz GdO e.V. und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., kurz BUND, eine Libellenart gewählt, welche stellvertretend auf die Gefährdung der Insektengruppe Libellen – Odonata hinweisen soll. Die Wahl aller Tier- und Pflanzengruppen des Jahres sollen insbesondere auf den Artenschwund somit auf den Schutz und Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt aufmerksam machen. Für das Jahr 2017 hat man sich mit Gomphus vulgatissimus erstmals eine Libellenart herausgesucht, die 1. sehr stark an Fließgwässer gebunden ist und 2. deren Bestände sich erfreulicher Weise in den vergangenen Jahren recht gut erholt haben. So konnte die Gemeine Keiljungfer in der aktuellen Roten Liste als „Art der Vorwarnliste“ = RL V (Rote Liste 2015, J. Ott, K.-J. Conze, A. Günther, M. Lohr, R. Mauersberger, H.-J. Roland & F. Suhling) eingestuft werden, nachdem die Art zuvor den Status „stark gefährdet“ = RL 2 (Rote Liste 1998, Ott & Piper) inne hatte. Gomphus vulgatissimus unterstreicht somit, dass die bisherigen Anstrengungen zur Reinhaltung und Renaturierung unserer Bäche und Flüsse sinnvoll und erfolgreich sind. Leider stehen aktuell noch immer 30 der 79 heimischen Libellenarten auf der Roten Liste und 5 Arten auf der Vorwahnliste. Das zeigt uns, dass es trotz der positiven Entwicklung bezüglich der frisch gekürten Keiljungfer noch viel zu tun gibt.  Weiterlesen