Balkan-Smaragdlibelle – Somatochlora meridionalis

Die Balkan-Smaragdlibelle im Profil (auch Südliche Smaragdlibelle)/ engl: Balkan Emerald

Wissenschaftl. Name: Somatochlora meridionalis (Nielsen, 1935)

Gattung : Somatochlora – Smaragdlibellen

Familie : Corduliidae – Falkenlibellen

Überfamilie : Libelluloidea – Segellibellenartige
Unterordnung : Anisoptera – Großlibellen
Ordnung : Odonata – Libellen

Somatochlora meridionalis - male / Photo by Jochen Rodenkirchen from NRWSomatochlora meridionalis - male / by Jochen Rodenkirchen from NRW

Somatochlora meridionalis, Männchen

Mein Dank an Jochen Rodenkirchen aus NRW, für die Bereitstellung der Fotos vom Männchen der Balkan-Smaragdlibelle.

Sie haben ein Foto vom Weibchen? Ich würde mich sehr über Ihre Unterstützung freuen!

Wissenswertes:
Die Balkan-Smaragdlibelle hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Süd- und Südosteuropa, weshalb sie  oftmals auch als Südliche Smaragdlibelle bezeichnet wird. In Südostfrankreich, Italien bis nach Griechenland und in der Türkei, im Norden bis zur Slowakei kommt die Balkan-Smaragdlibelle in mehreren voneinander getrennten Gebieten vor. In Mitteleuropa ist sie lediglich in Österreich zu finden.

Merkmale:
Die Balkan-Smaragdlibelle hat eine metallisch grüne Grundfarbe und leuchtend grüne Augen und ähnelt der Glänzenden Smaragdlibelle sehr. Sie wird bis zu 55 mm lang und erreicht eine Flügelspannweite von etwas über 70 mm. Auffälligste Unterscheidungsmerkmale sind ein an jeder Seite des Thorax befindender gelblicher Fleck sowie schwarze Flügelmale.

Bevorzugter Lebensraum:
Die Balkan-Smaragdlibelle besiedelt in erster Linie schattige, sauerstoffreiche Bach- und Flussläufe mit über dem Gewässerrand ragender Vegetation wie z.B. allerlei Büsche und Bäume.

Flugzeit:
Juni bis August

Rote Liste Deutschland: – = kein Vorkommen
Rote Liste Österreich: EN = stark gefährdet
Rote Liste Schweiz: – = kein Vorkommen

Besonderheiten:
Balkan-Smaragdlibellen Weibchen werfen ihre Eier ohne Begleitung der Männchen aus dem Flug in den Schlamm oder auf Moose in abgetrocknete, geschützte  Uferbereiche, aber auch ins Flachwasser, wobei sie leicht wippend die Wasseroberfläche berühren. Die Männchen fliegen recht häufiger in schattigen Bereichen auch weit abseits der Gewässer durch Wälder. Sie meiden sonnige Stellen, vermutlich um nicht zu überhitzen.

Weitere Fotos von Somatochlora meridionale: 

Fotografiert von Jochen Rodenkirchen!

Somatochlora meridionalis - male / by Jochen Rodenkirchen from NRWSomatochlora meridionalis - male / Photo by Jochen Rodenkirchen from Germany, NRW

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Literaturhinweise:
K.-D. B. Dijkstra (2006): Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe. British Wildlife Publishing, ISBN 0-953139948

GdO (2009) Libellula Supplement 9, Atlas of the Odonata of the Mediterranean and North Africa, ISSN 0723-6514

R.R. Askew (2004): The Dragonflies of Europe (revised edition), Harley Books, England, ISBN 0-946589755 (engl. Sprache)

Wildermuth & Martens (2014), Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt, Quelle & Meyer Verlag (824 Seiten). ISBN: 978-3-494-01558-3