Keilfleck-Mosaikjungfer – Aeshna isoceles

Die Keilfleck-Mosaikjungfer (vormals Keilflecklibelle) im Profil

engl: Green-eyed Hawker or Norfolk Hawker

Wissenschaftl. Name: Aeshna isoceles (Müller, 1767)  

vormals Anaciaeschna isosceles

Gattung: Aeshna – Mosaikjungfern

Familie: Aeshnidae – Edellibellen

Überfamilie: Aeshnoidea – Edellibellenartige
Unterordnung: Anisoptera – Großlibellen
Ordnung: Odonata – Libellen

Aeshna isocelesAeshna isoceles
Aeshna isoceles, Männchen                      Aeshna isoceles, Weibchen

Wissenswertes:
Die Keilfleck-Mosaikjungfer wurde in der Literatur häufig  unter dem Namen „Keilflecklibelle“ – „Anaciaeschna isosceles“ beschrieben, da die Art ursprünglich der in Asien vorkommenden Gattung Anaciaeshna zugeordnet wurde. Aufgrund der engen Verwandschaft zu den Mosaikjungfern bleibt die Zuordnung umstritten, so hat man sich vorerst darauf verständigt, die Art den Mosaikjungfern zuzuordnen, weshalb nun der Name Aeshna isoceles verwendet wird, demzufolge korrekterweise auch der deutsche Name in Keilfleck-Mosaikjungfer abgeändert wurde.

Merkmale:
Die Keilfleck-Mosaikjungfer ist mit einer Körperlänge von max. 66 mm, bei einer durchschnittlichen Flügelspannweite von 100 mm, gegenüber den meisten anderen bei uns vorkommenden Mosaikjungfern, etwas kleiner. Männchen und Weibchen besitzen die gleiche rotbraune Färbung. Ferner haben sie leuchtend grüne Augen und hell durchsichtige Flügel, wodurch sie sich gut von der, in der Grundfarbe sehr ähnlichen, aber deutlich größeren Verwechslungsart, Aeshna grandis (Braune Mosaikjungfer), unterscheiden lassen. Des weiteren haben sie einen gelben keilförmigen Fleck auf der Oberseite des 2. Abdominalsegments, welcher dieser hübschen Edellibelle zu ihrem deutschen Namen verhalf.

Bevorzugter Lebensraum:
Die Keilfleck-Mosaikjungfer besiedelt in erster Linie schilfreiche Altwasser, gelegentlich ist sie auch an langsam fließenden Bächen und Gräben zu finden.

Flugzeit:
Mitte Mai bis Anfang August.

Rote Liste Deutschland: RL — = nicht gefährdet
Rote Liste Österreich: VU = verletzlich
Rote Liste Schweiz: LC = nicht gefährdet

Besonderheiten:
In Mitteleuropa ist die Keilfleck-Mosaikjungfer relativ selten, nur in den Urstromtälern häufiger anzutreffen. Aeshna isoceles gilt als typische Libellenart des Tieflands, die vor allem in Südeuropa (mediterran) ihren Hauptverbreitungsschwerpunkt hat.

Weitere Fotos von Aeshna isoceles:

Aeshna isoceles im FlugAeshna isoceles Eiablage

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Aeshna isoceles - femaleAeshna isoceles - male _img_5841

Aeshna isoceles male immature

Weitere Arten unserer Edellibellen geordnet nach Gattungen:

Gattung = Schilfjäger – Brachytron:

Brachytron pratense (O.F. Müller, 1764) – Früher Schilfjäger

Gattung = Mosaikjungfern – Aeshna:

Aeshna affinis Vander Linden, 1820 – Südliche Mosaikjungfer

Aeshna caerulea (Ström, 1783) – Alpen-Mosaikjungfer

Aeshna cyanea (O.F. Müller, 1764) – Blaugrüne Mosaikjungfer

Aeshna grandis (Linnaeus, 1758) – Braune Mosaikjungfer

Aeshna juncea (Linnaeus, 1758) – Torf-Mosaikjungfer

Aeshna mixta Latreille, 1805 – Herbst-Mosaikjungfer

Aeshna subarctica elisabethae (Djakonov, 1922) – Hochmoor-Mosaikjungfer

Aeshna viridis Eversmann, 1836 – Grüne Mosaikjungfer

Gattung = Königslibellen – Anax:

Anax ephippiger (Burmeister, 1839) – Schabracken-Königslibelle

Anax imperator Leach, 1815 – Große Königslibelle

Anax parthenope (Selys, 1839) – Kleine Königslibelle

Gattung = Geisterlibellen – Boyeria:

Boyeria irene (Fonscolombe, 1838) – Westliche Geisterlibelle

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Literaturhinweise: 
Peters, G. (2006): Die Edellibellen Europas – Aeshnidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Westarp- Wissenschaften. ISBN 3-89432-858-4
K. Sternberg, R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs Bd. 2, Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-3514-0