Gesucht wird Sympetrum meridionale

Aktion ist beendet! Auswertung wurde bereits publiziert!

Wer hat im Jahr 2013 die Südliche Heidelibellen gesehen?

Du hast eine Südliche Heidelibelle in Deutschland  fotografieren können?

Aktion ist beendet! Seit dem 15.01.2015 steht die wissenschaftliche Arbeit für euch zum download bereit: Roland & Stuebing 2014 Libellula 33/1-2 Ausbreitung Südliche Heidelibelle in Deutschland

Hallo liebe Libellen-, Naturfreunde, Makro-Fotografen und interessierter Besucher,
meine regelmäßigen LibellenWissen.de Nutzer kennen bereits meine „Hilfeaufrufe„, mit denen ich gelegentlich um eure Unterstützung für wissenschaftliche Auswertungen bitte. So ist es auch heute wieder der Fall und ich freue mich auch zahlreiche neue Besucher willkommen heißen zu dürfen.

In diesem Jahr tauchte in fast allen Teilen Deutschlands vermehrt, vermutlich aufgrund der teils tropischen Temperaturen, die Südliche Heidelibelle auf.

Weibchen: Erkennungsmerkmale anliegende Legescheide, helle Beine, fast zeichnungslose Brust, kaum Schwarzanteile an Brust und Hinterleib

Weibchen: Erkennungsmerkmale anliegende Legescheide, helle Beine, fast zeichnungslose Brust, kaum Schwarzanteile an Brust und Hinterleib

Wie der Name schon sagt, hat diese Heidelibellenart ihren ursprünglichen Verbreitungsschwerpunkt im Süden Europas und kam im vergangenen Jahrhundert gelegentlich als Gast zu uns. In einigen Regionen Deutschlands ist sie mittlerweile zum festen Bestandteil unserer heimischen Fauna geworden.

Mein lieber Kollege Hanns-Jürgen Roland, ein sehr engagierter Libellenkundler aus Hessen, beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit Sympetrum meridionale, da er unweit seines Wohnortes (Echzell Bingenheim) seit einigen Jahren ein sicheres Vorkommen dieser Spezies reglmäßig kontrolliert, zählt und in diesem Jahr gar 500 Individuen an den Flügeln mittels Eddingstift markierte. Hanns-Jürgen Roland berichtete mir davon, dass an seinem „Stammbiotop“ im NSG Bingenheimer Ried in diesem Jahr weit über 1000 Südliche Heidelibellen schlüpften und somit häufiger denn je vorkam, ja sogar die dominierende Heidelibellenart war. Da auch aus anderen Teilen Deutschlands Sympetrum meridionale häufiger gemeldet wurde als in den Jahren zuvor, möchte Hanns-Jürgen eine aktuelle Verbreitungskarte der Südlichen Heidelibelle für ganz Deutschland erstellen. Dazu brauchen wir eure Mithilfe!

Südliche Heidelibelle im Tandem: helle Beine, fast zeichnungslose Brust (Thorax). Foto: H:-J. Roland

Südliche Heidelibelle im Tandem: helle Beine, fast zeichnungslose Brust (Thorax). Foto: H:-J. Roland

Hast auch du ein oder gar mehrere Fotos der Südlichen Heidelibelle in diesem Jahr machen können? Ein ganz besonderes highlight wäre dabei ein Imago mit einer Zahl auf einem Flügel. Egal ob mit oder ohne Markierung, sende bitte dein Belegfoto und Angaben zur Stückzahl, unterteilt nach Geschlecht, etwas zum Fundort wie z.B. Wiese neben See, Waldweg etc., das Funddatum, wenn möglich die Koordinaten aus google maps oder eine genaue Beschreibung des Fundortes so in etwa, als würdet ihr uns den Weg dorthin beschreiben und deinen vollständigen realen Namen, der dann entsprechend in der wissenschaftlichen Auswertung erwähnt wird. Entweder ihr sendet eure Mail an Hanns-Jürgen Roland oder an mich, Andreas Th. Hein.

Eure Fotos werden dabei lediglich als Beleg benötigt, um die Bestimmung einwandfrei absichern zu können. Einige Heidelibellen sehen sich ja sehr ähnlich, so dass es natürlich gelegentlich zu Verwechslungen und somit zu Fehlbestimmungen kommen kann. Das möchten wir gern ausschließen. Seid also bitte nicht traurig, wenn eure fotografierte Libelle nicht eindeutig als Sympetrum meridionale identifiziert werden kann und so dann leider nicht berücksichtigt werden wird.

Ich konnte mittlerweile schon einige Funddaten an Hanns-Jürgen übermitteln, die ich bei einigen Fotofreunden erfragte, meist nachdem ich die Art am Foto bestimmen konnte. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Natur- und Libellenfreunden für die bisherigen Datenübermittlungen bedanken. Meiner Meinung nach kommt die Wissenschaft kaum noch drum herum, die vielen Naturfotografen, welche ihre Libellenfotos (gilt natürlich auch für alle anderen bestimmungsfähigen Tier- oder Pflanzenfotos) in den verschiedensten Foren zeigen für Datensammlungen zu nutzen. Das ist allerdings recht zeitintensiv, jedoch bin ich davon überzeugt, dass bei keinem Monitoring auf der Welt, so viele interessante Daten zusammentragen werden können. Ich würde einen solchen Job sogar liebend gern übernehmen und mich täglich durch diverse Foren klicken um Fotos von Libellen zu bestimmen und die Autoren um nähere Angaben zu bitten. Entsprechende Job-Angebote nehme ich gern entgegen.

Ich bedanke mich für euer Interesse und eure Unterstützung,

euer Andreas Th. Hein