Frühstart in die Libellensaison 2014

Die ersten fliegenden Winterlibellen wurden gesichtet

WiLis* im Februar 2014

Hallo liebe Libellen-, Natur- und Fotofreunde,

wie die meisten von euch bereits wissen, sind die Winterlibellen stets die ersten Libellen einer neuen Saison. 

Die Winterlibellen sind die einzige als Imago überwinternde Weiterlesen

Libellen im April 2012

 Wir haben April und freuen uns auf die Saison 2012

Hallo Libellenfreunde,

Genau wie im letzten Jahr findet ihr hier im LibellenWissen-Blog Informationen zu den bereits geschlüpften Libellenarten.

Nun ist es endlich soweit, von einem lieben Libellenfreund aus Düsseldorf erreichte mich heute am. 11. 4. 2012 die freudige Nachricht vom

Fund eines frisch geschlüpften Weibchens Pyrrhosoma nymphula. Herzlichen Glückwunsch Dr. Thomas Frankenhauser! Kurze Zeit später erfuhr ich von meinem Düsseldorfer Kollegen Fred, vom Fund einer ausgefärbten Ischnura elegans.

Also geht es nun nach der langen Wartezeit während der Wintermonate, endlich los. Da die in diesem Jahr beobachteten Winterlibellen bereits im Sommer 2011 geschlüpft sind, erlaube ich mir unsere beiden heimischen Winterlibellen-Arten nicht zu berücksichtigen.

Ich halte euch auf dem Laufenden und werde die folgende Liste regelmäßig aktualisieren.

In Klammern stehen die Erstmeldungen die mich erreichten. Wenn eine Art z.B. 11.4. in NRW gemeldet wurde und 2 Tage später z.B. in Bayern, findet das in meiner Liste Weiterlesen

Die Eiablage einer Libelle

Strategien zum Erhalt der eigenen Art

Libellen gehören zu den Insekten und legen Eier und das recht unterschiedlich.

Hallo Freunde von LibellenWissen.de,

sicherlich sahen Sie auch schon einmal eine weibliche Libelle ganz allein auf dem Teich sitzend,

das Abdomen gekrümmt und dabei das hintere Ende mittels des Legedorns in ein auf dem Wasser schwimmendes Stück Totholz gebohrt oder die etwas merkwürdig ausschauende „Tandemstellung“, bei der das Männchen sein auserwähltes Weibchen zur Eiablage begleitet, wobei beide wippende Bewegungen machten und die Eier im Flug abgeworfen wurden. Mal über Land, mal über dem Wasser oder auch gemeinsam auf einem Schwimmblatt oder ähnlichem Pflanzenmaterial sitzend. Genau diese unterschiedlichen Verhaltensweisen möchte ich Ihnen mit diesem Artikel etwas näher bringen.

Im Grunde genommen ist das Wissen über die Eiablage zur Artenbestimmung recht hilfreich, da man Weiterlesen

Libellen mit Gnitze gesucht

Libellen-Fotos für eine wissenschaftliche Arbeit gesucht

Aufruf an alle Libellen-Fotografen zur Mithilfe!

Hallo Libellen- und Fotofreunde,

auch Libellen werden gelegentlich von Gnitzen gestochen. Gnitzen sind bis zu 2mm kleine Stechmücken. Einige der bisher weltweit rund 4000 bekannten Gnitzen-Arten, wovon ca. 190 Arten in Deutschland vorkommen, haben sich darauf spezialisiert andere Insekten zu stechen. In Europa ist allerdings nur eine Art bekannt, die sich auf Libellen spezialisiert hat; Die Weibchen Forcipomyia paludis verankern sich am Flügel ihrer Opfer und saugen ihnen die Hämolymphe aus den Flügeladern.

Mein einziges Belegfoto:

Lange Zeit hat sich eigentlich niemand mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt, Weiterlesen

Tödliche Libellen

Was Sie schon immer über Libellen wissen wollten (4)

Frage Nr.4) Ist der Stich einer Libelle gefährlich, gar tödlich?

Hallo liebe Libellenfreunde,

eine Frage, welche sehr viele Besucher von LibellenWissen.de beschäftigt. Offensichtlich interessiert das ganz besonders jene Naturfreunde, die einen eigenem Garten, sogar einen sich darin befindlichen Teich und kleine Kinder haben, um die sie sich sorgen. Weiterlesen

Libellen im Oktober

Was Sie schon immer über Libellen wissen wollten (3)

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Frage Nr.3) Welche Libellenarten fliegen noch im Oktober?

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Hallo liebe Libellenfreunde,

solch eine verrückte Libellen-Saison 2011 aber auch, die sich so langsam verabschiedet. Nach starkem Beginn im April/Mai kam der verregnete Sommer und nun der sogenannte Altweibersommer, mit fantastischen Temperaturen und reichlich Sonnenschein, aber die Individienzahl schrumpft kontinuierlich , die Artenvielfalt nimmt immer mehr ab.

Nun erreichte mich bereits im September schon einige Male die Frage, was fliegen denn nun im Oktober noch für Libellenarten? Sterben die Libellen jetzt nicht langsam? Sie haben an Ihrem Stammgewässer kaum noch Libellen?

So pauschal lassen sich die Fragen nicht immer beantworten. Schauen Sie zu verschiedenen Tageszeiten an Ihrem Gewässer vorbei und beobachten die Ufer und Flachwasser-Bereiche. Bei Sonnenschein sollten dann Heidelibellen, Herbst-Mosaikjungfern und Blaugrüne Mosaikjungfern erscheinen um sich zu paaren. In Ufernähe lassen sich dann wunderbar die Große Heidelibelle, Schwarze Heidelibelle, Gemeine Heidelibelle, Blutrote Heidelibelle, Gebänderte Heidelibelle und Sumpf-Heidelibelle bei der Eiablage beobachten. Zumeist werden die Weibchen von den Männchen begleitet, im Tandem wippend werden dann die Eier ins flache Wasser geworfen. Die Blutrote Heidelibelle meist eher in trocken gefallene Uferregionen.

Oftmals gut versteckt im Alleingang, hat man auch schon mal die Gelegenheit verschiedene Weibchen der Mosaikjungfern bei der Eiablage zu erspähen. Die Eier werden einzeln in zumeist abgestorbene Pflanzenteile in Ufernähe gestochen. Daher ist es wichtig zu wissen, dass die Paarungsaktivitäten fast ausschließlich bei gutem Wetter, also bei Sonnenschein stattfinden. Eine Begehung der Gewässer ist daher in den Morgen- und späteren Abendstunden im Oktober nicht mehr so effektiv. Libellen sind schließlich wechselwarm und benötigen die wärmenden Sonnenstrahlen um aktiv zu sein.  Im Übrigen setzen sich nun auch die ansonsten stetig umherfliegenden Männchen der Mosaikjungfern auch häufiger mal ab. Die Sonne steht nicht so hoch wie im Juli, weshalb mich meine eigene Fotoausbeute im Herbst glücklicher macht, als jene vom Hochsommer (wenn wir denn so etwas noch einmal haben). Das Licht ist nicht so hart und die Reflexionen des Sonnenlichts halten sich in Grenzen.

Die Blaugrüne Mosaikjungfer schwirrt nun überall umher, auf der Suche nach einem Weibchen. Sie fliegt durch Wälder, durch Gärten und Parke, gelegentlich auch schon einmal ins Wohn- oder Schlafzimmer. Kaum eine andere Libelle ist so neugierig wie die Blaugrüne Mosaikjungfer. Gelegentlich kostet ihre Neugier ihr auch schon mal das Leben. Falls Sie einen Garten haben und im Besitz einer Katze sein sollten, wissen Sie von was ich hier schreibe. Brav kommt der eine oder andere Stubentiger stolz mit seiner Beute im Maul zum Frauchen oder Herrchen. Nach meinen Beobachtungen im Internet reagieren die Tierbesitzer blitzschnell, versuchen die meist etwas angeschlagenen Moaikjungfer zu retten, holen schnurstracks ihre Kamera und Klick, Klick, Klick, endlich einmal eine Mosaikjungfer in Makrostellung der Kamera auf den Chip gebrannt. Selbst weniger an der Natur interessierte Fotografen können sich dann beim Anblick der Libelle mal so ganz aus der Nähe begeistern. Die sind aber auch hübsch.

Hier nun eine Aufstellung der noch recht aktiven Libellenarten im Oktober. Ausnahmen wird es immer mal geben, so wurde im Oktober 2010 in NRW noch ein frisch geschlüpfter Vierfleck gesichtet, der normal im Mai/Juni hätte schlüpfen müssen. Was sagt uns das? Libellen lesen keine Fachbücher, aber auch meinen Blog nicht. 🙂

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Libellen im Oktober:

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Kleinlibellen:

1. Gemeine Weidenjungfer – Lestes viridis (Gebietsweise noch zahlreich)

2. Kleine Binsenjungfer – Lestes virens (Gebietsweise noch zahlreich)

3. Gemeine Binsenjungfer – Lestes sponsa (vereinzelt noch vorhanden)

4. Gemeine Winterlibelle – Sympecma fusca (zahlreich jedoch bereits abseits der Gewässer)

5. Sibirische Winterlibelle – Sympecma paedisca ( bereits abseits der Gewässer)

6. Große Pechlibelle – Ischnura elegans (2. Generation) (vereinzelt noch vorhanden)

7. Kleine Pechlibelle – Ischnura pumilio (2. Generation) (vereinzelt noch vorhanden)

8. Gemeine Becherjungfer – Enallagma cyathigerum (2. Generation) (vereinzelt noch vorhanden)

9. Kleines Granatauge – Erythrmma viridulum (vereinzelt noch vorhanden)

10. Gebänderte Prachtlibelle  – Calopteryx splendens (vereinzelt noch vorhanden)

Großlibellen:

11. Frühe Heidelibelle – Sympetrum fonscolombii (2. Generation schlüpft gerade noch)

12. Große Heidelibelle – Sympetrum striolatum (Gebietsweise noch zahlreich)

13. Gemeine Heidelibelle – Sympetrum vulgatum (Gebietsweise noch zahlreich)

14. Blutrote Heidelibelle – Sympetrum sanguineum (Gebietsweise noch zahlreich)

15. Schwarze Heidelibelle – Sympetrum danae (Gebietsweise noch zahlreich)

16. Gebänderte Heidelibelle – Sympetrum pedemontanum (vereinzelt noch vorhanden)

17. Sumpf-Heidelibelle – Sympetrum depressiusculum (Gebietsweise noch zahlreich)

18. Glänzende Smaragdlibelle – Somatochlora metallica (vereinzelt noch vorhanden)

19. Herbst-Mosaikjungfer – Aeshna mixta (Gebietsweise noch zahlreich)

20. Blaugrüne Mosaikjungfer – Aeshna cyanea (noch vorhanden)

21. Grüne Mosaikjungfer – Aeshna viridis (vereinzelt noch vorhanden)

22. Torf-Mosaikjungfer – Aeshna juncea (vereinzelt noch vorhanden)

23.  Hochmoor-Mosaikjungfer – Aeshna subarctica (vereinzelt noch vorhanden)

24. Braune Mosaikjungfer – Aeshna grandis (vereinzelt noch vorhanden)

25. Grüne Flussjungfer – Ophiogomphus cecilia (vereinzelt noch vorhanden)

26. Kleine Zangenlibelle – Onychogomphus forcipatus (vereinzelt noch vorhanden)

27. Zweigestreifte Quelljungfer – Cordulegaster boltonii (vereinzelt noch an Quellbächen vorhanden)

Da staunen Sie sicherlich was doch noch für eine Menge verschiedener Arten auf den Flügeln sind? Erst wenn die Nächte frostig werden, haben Libellen kaum eine Überlebenschance, bis auf die Winterlibellen, die sich in ihre Winterquartiere zurückziehen, sich gut vor Wind und Feind schützen.

Haben Sie noch eine hier nicht aufgeführte Libelle gesichtet? Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Viel Spaß bei Ihren Herbst-Ausflügen und weiterhin spannende Beobachtungen wünscht Ihnen

Andreas Thomas Hein