Keulen-Keiljungfer – Gomphus ubadschii

Die Keulen-Keiljungfer, auch Syrische Keiljungfer, im Profil / engl: Syrian Clubtail

Wissenschaftl. Name: Gomphus ubadschii Schmidt, 1953

Gattung : Gomphus – Keiljungfern
Familie : Gomphidae – Flussjungfern

Überfamilie : Aeshnoidea – Edellibellenartige
Unterordnung : Anisoptera – Großlibellen
Ordnung : Odonata – Libellen

Gomphus ubadschii by Paul Cools from NetherlandsGomphus ubadschi - oversite viewing /  by Paul Cools

Gomphus ubadschii, female – I`m looking for a photo from a male, if you can help, write me a mail, please.

Herzlichen Dank an Paul Cools aus den Niederlanden für die Gomphus ubadschii Fotos.

 

Wissenswertes:
Die Keulen-Keiljungfer ist eine Flussjungfern-Art mit Vorkommen in Zentralasien. Syrien, Iran, Libanon, Afghanistan, Georgien, Armenien und der Türkei. 

Merkmale:
Die Keulen-Keiljungfer erreicht eine Körperlänge von ca. 50 mm, bei einer Flügelspannweite bis zu 62 mm. Die Keulen-Keiljungfer ist etwas kleiner als ihre Schwesternart, Gomphus flavipes, vom Aussehen, insbesondere der Farben her allerdings sehr ähnlich. Blaue Augen, die Grundfarben an Brust und Hinterleib von Gomphus ubadschii sind in der Regel hellgelb bis weißlich mit ausgeprägter schwarzer Zeichnung. Am Thorax (Brust) befinden sich an jeder Seite 3 schwarze Streifen. Oben auf den Hinterleibssegmenten (Abdominalsegmente) befinden sich kräftige schwarze Längsstreifen, mit leicht gelben, länglichen Flecken. Das Hinterleibsende ist stärker verdickt, als das bei Gomphus flavipes der Fall ist, weist zudem einen größeren Gelbanteil auf. Jedoch ist die Farbverteilung recht variabel, so kann es regional zu Abweichungen kommen.

Bevorzugter Lebensraum:
Die Keulen-Keiljungfer besiedelt vorwiegend saubere, größere Fließgewässer mit kiesigem oder leicht schlammigen Grund, in dem die Larven während ihrer 3-4 jährigen Entwicklungsdauer leben.

Flugzeit:
Mai bis August

Rote Liste Mittelmeerraum: VU = verletzlich
Rote Liste weltweit: NE = Vermehrungsgast
Rote Liste Nordafrika: – = nicht bekannt

Besonderheiten:
Als eigene Art galt Gomphus ubadschii lange Zeit umstritten und wurde als Unterart von Gomphus flavipes eingestuft. Die Art wurde unter verschiedenen Synonymen (Namen) beschrieben, z.B. als Gomphus flavipes lineaus Bartenev, 1929 (Suhling & Müller, 2006), mit dem deutschen Trivialnamen Orientalische Keiljungfer versehen.

 

Haben Sie ein Foto einer bei uns in Mitteleuropa nicht vorkommenden, europäischen Libellenart im Urlaub machen können und möchten es gern Libellenwissen.de zur Verfügung stellen? Bitte dann schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Ihr Andreas Thomas Hein

 

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Libellen-Literatur:
Suhling, F. & O. Müller (1996): Die Flussjungfern Europas – Gomphidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 628, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-459-7

K.-D. B. Dijkstra (2006): Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe. British Wildlife Publishing, ISBN 0-953139948

GdO (2009) Libellula Supplement 9, Atlas of the Odonata of the Mediterranean and North Africa, ISSN 0723-6514

R.R. Askew (2004): The Dragonflies of Europe (revised edition), Harley Books, England, ISBN 0-946589755